Guten Tag

Willkommen bei der Seifenwerkstatt. Hier finden Sie Allerlei rund um die Herstellung handgemachter Seifen. Dieses alte Handwerk habe ich vor einigen Jahren für mich entdeckt und rühre seither ein paar Mal pro Jahr eigene Seifen für den Hausgebrauch.  Seife herstellen ist ein vielschichtiger, spannender Prozess, angefangen bei der Suche nach Rohmaterialien, deren Verarbeitung bis zur Wahl der Düfte und Farben.  Weiterlesen

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Zitrone, Minze und Co.

Zitronen-Pfefferminzseife

Was tun, mit einem Rest Leinöl, den niemand zum Kochen verwenden will? Verseifen, natürlich. Mit Kokosfett, etwas roter Heilerde und dem Rest eines Seifenduftöls (Alpenkräuter) ergibt das ein zi emlich hartes, aber nicht sprödes Stück Seife. Sehr unkomplizierte Sache.

Zum Ausgleich dann auch noch das Gegenstück gerührt, eine sehr weiche Seife mit Olivenöl, Kokosfett und Nachtkerzenöl. Beduftet mit einem Zitronenseifenduftöl. Da sich natürliche Zitrusaromen rasch verflüchtigen und in Seifen schlecht haltbar sind, greife ich in solchen Fällen gerne auf spezielle Seifenduftöle aus der Dreiangel-Drogerie (www.dreiangel.ch) zurück. Für die Wasserphase Tee aus frischer Minze vom Balkon verwendet. Die Pfefferminzblätter anschliessend püriert und gleich zum Einfärben der Seifenmasse weiterverwendet.

Mit roter Heilerde lassen sich hüsche optische Effekte erzielen.

Rezept für die Leinöl-Kokosseife:

385 Gramm Kokosfett
115 Gramm Leinöl
82 Gramm NAoH
168 Gramm Wasser
Rote Heilerde zum Färben
Duftmischung Alpenkräuter

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Basteln für den Vollmond am Nachthimmel

Mit ein Bisschen DIY zum perfekten Seifenkringel

Wie kriegt man schöne, kreisrunde Farbkringel in die Seife? Ganz einfach, man radle zum nächsten Do it Yourself, kaufe sich ein Kunststoffrohr und zersäge dieses in handliche Stücke. Diese stelle man in eine Seifenblockform und befestige sie mit „Gummeli“. Voilà,

Nun gut, da ich nicht eben die grosse Handwerkerin bin, hat mich die Übung durchaus einen Nachmittag lang beschäftigt. Wichtig ist vor allem, die Rohre gerade zu sägen, damit sie aufrecht in der Seifenform stehen und die Seifenmasse nicht auslaufen kann. Zum Sägen eignet sich deshalb ein Gehrungsholz. Dann lohnt es sich auch, die Rohre mit Backtrennpapier zu umwickeln, um sie später gut aus der Seifenmasse herausziehen zu können.

Als die Rohre schliesslich fixfertig in der Seifenform montiert waren, ging es an die Herstellung der Seifen-Grundmasse. Also jener Teil, der sich in der Seifenform um die Rohre herum verteilen soll. Am Folgetag, wenn die Grundmasse ausgehärtet ist, können die Rohre entfernt und die entstandenen Löcher mit kontrastfarbener Seifenmasse aufgefüllt werden.

Für die Seife verwendete ich rasch härtende Fette und Öle. 77 Prozent Kokosfett und 23 Prozent andere Öle (Sonnenblumen-, Rizinus- und Jojobaöl. Als Duftöl kam Lavendelöl aus der Abbaye de Sénanque in der Provence zum Einsatz. Die Grundmasse färbte ich mit schwarzer Seifenfarbe, die ich noch übrig hatte. Dann habe ich die Grundmasse in die Form gegossen und über Nacht aushärten lassen.

Am nächsten Morgen die Füllmasse hergestellt, gleiches Seifenrezept, nur anders gefärbt: mit Curcumapulver für einen gelbrötlichen Ton. Einen Teil der Seifenmasse eingefärbt, den anderen nature belassen. Beide Seifenteile abwechselnd in die Löcher eingefüllt und mit einer Stricknadel kurz umgerührt.

Entstanden ist eine nachthimmelfarbene Seife mit rotgelbem Volllmond und betörendem Lavendelduft.

Die fertige Vollmond am Nachthimmel-Seife.

 

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Seifenkurs im Emmental

Sneak Preview. oder auf Berndeutsch „Gluschterli“ meiner neusten Seifenkreationen.

Schon lange wollte ich meine Seifenrührkünste verfeinern und auch Basics auffrischen. Endlich bot sich eine Gelegenheit bei Naturkosmetik-Fachfrau Pia Hess.

Zu Gast waren wir in wunderbarer Umgebung im frühlingshaften Emmental. Pia sorgte mit Tee, Frühlingsblümchen aus dem Garten und einer kurzen Lesung für einen stimmungsvollen Einstieg. Nach etwas Theorie über die Wasser- und die Fettphase, Farben und Düfte machten wir uns ans Rühren. Entstanden sind verschiedene Seifen, darunter eine Kokosseife mit Rizinusöl beduftet mit Hobaltt-Öl. In einer motivierten, sympathischen Gruppe verbrachten wir einen kreativen, lehrreichen Tag mit vielen tollen Inputs.

Wer gerne mal bei Pia reinschauen möchte, für Kurse oder anderes – voilà: http://www.pianaturkosmetik.ch

Nach so einem Kurs brodelt natürlich die Ideenküche. Und so habe ich nach längerem Unterbruch meine Seifenutensilien wieder  hervorgekramt und mich ans Mischen und Rühren gemacht.

Bei soviel Seifen-Elan wird der Platz zum Trocknen knapp.

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Express-Seife

Es ist mal wieder Anfang Jahr und ein Blick in die Seifenmacherkiste zeigt, dass es höchste Zeit ist, Öreste zu verwerten. Darum flugs zum Seifentopf gegriffen und los gehts. Weil alles express gehen muss, ein einfaches Rezept:Palmöl, Rizinusöl, Kakaobutter und Olivenöl. Ein paar Tropfen rote Seifenfarbe und noch Reste einer Alpenkräuter Seifenduftmischung von der Dreiangel-Apotheke in der Bärau. Fertig.

Entstanden ist eine sehr rasch eindickende Seifenmasse. Die Seife wurde gut hart und ist auch sonst von der problemlosen Sorte, wie mir scheint. Nun ruht sie erst mal ein paar Wochen und dann sehen wir weiter…

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Souvenirs de Provence

Souvenirs de Provence

Herbst in der Provence: sonnige Tage, milde Nächte, Märkte unter alten Platanen, Bistros am Dorfplatz, Olivenhaine und Reben soweit das Auge reicht, frisches Sommergemüse im Kochtopf und überall der Duft von Rosmarin, Thymian und Lorbeer. Die Düfte der Provence finden sich auf fast jedem Markt in Form von ätherischen Ölen, säuberlich verschlossen in kleinen, braunen Fläschchen. Wer sucht, findet da und dort auch noch Handwerksbetriebe, die in kleinen Mengen ätherische Öle herstellen. In St. Rémy de Provence, zum Beispiel zeigt „Florame“, was man alles aus einem alten Alambic herausholen kann. Klar, dass bei soviel Duft die Inspiration fürs Seifemachen nicht ausbleibt. Wieder zu Hause gab es gleich eine ganze Serie Seifen. Weiterlesen

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Resteverwertung

Dieses Jahr gings ans Aufbrauchen von Resten. So habe ich dreimal Seife gerührt und die Rezept den vorhandenen Rohstoffen angepasst.

Das Ergebnis war mehrheitlich gut, einzig eine Seifenserie war im Gebrauch etas weich und schmierig, da sie fast nur Olivenöl enthielt. Sehr gut wurde die letzte Serie mit wesentlich mehr Kokosöl. Weiterlesen

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Wenn der Hahn kräht…

Seifenstempel

Zu Weihnachten lag unter dem Christbaum ein Geschenk, das man so wohl nicht alle Tage erhält: ein Seifenstempel mit eingeschnitztem Familienwappen. Weiterlesen

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Abricotine

Süsses Früchtchen

Diesen Sommer sind die Walliser Aprikosen besonders schmackhaft. Wir sind schon zweimal ins Wallis gepilgert, um die süssesten Früchte zu ergattern. Die Aprikosen-Begeisterung hat auch auf den Seifentopf durchgeschlagen. Weiterlesen

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La Barba

Rasierseife mit Mandelöl

Diesmal wagte ich auf „vielseitigen Wunsch“ein Experiment mit Rasierseife. Gewünscht wurde irgendwas mit viel, viel Mandelöl und gutem, stabilem Schaum.  Hmm, gar nicht so einfach, denn gute Rezepte für Rasierseifen gibts nicht gerade wie Sand am Meer im Internet. Weiterlesen

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